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Promotionsvorhaben


Björn Berghausen

Die Bubiag. Selbstbehauptung und Strategien in der mitteldeutschen Braunkohleindustrie 1926-1952

Die um die Jahrhundertwende im mitteldeutschen Braunkohlerevier gegründete Braunkohle- und Brikett-Industrie-Aktiengesellschaft (Bubiag) entwickelte sich bis zur NS-Zeit zu einem der zehn größten Braunkohleunternehmen Deutschlands. Was den Betrieb besonders auszeichnete, war der Umstand, daß er unter allen Firmen (die auf staatliche Anordnung ab 1934 die Braunkohle-Benzin AG bildeten) über den größten Besitz abbaufähiger Kohlefelder verfügte. Die Studie untersucht die Geschichte des Unternehmens von den mittleren zwanziger Jahren bis Anfang der Fünfziger. Im Zentrum steht die Frage nach den unternehmerischen Handlungsmöglichkeiten im Kontext von ökonomischen Einflüssen und politischen Erwartungen. Welche Strategien wurden in der Weltwirtschaftskrise entwickelt und wirkten auch danach fort? Welche Selbstbehauptungsversuche unternahm die "Bubiag" gegenüber Konkurrenten und Mitbewerbern? Welche Einflussmöglichkeiten bestanden in Verbänden, Syndikaten und Kartellen? Die "Arisierung" jüdischer Betriebe gehört vermutlich ebenso zur Geschichte der "Bubiag" wie die Rekrutierung ausländischer Zwangsarbeiter. Die Untersuchung nimmt schließlich die Frage in den Blick, wie es dem Unternehmen nach Kriegsende gelang, der Enteignung von seiten der Behörden der SBZ weitgehend zu entkommen.