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Promotionsvorhaben


Timo Saalmann

Museumsführer. Kunstpolitik und Wissenschaft an den Staatlichen Museen Berlin 1930-1970

Ausgehend von der Hypothese, dass die Entwicklung der deutschen Museen im 20. Jahrhundert durch die Wechselwirkung von Politik, Wissenschaft und Gesellschaft gekennzeichnet ist, wird die kulturpolitische Funktion der Institution Museum analysiert.
Der Untersuchungszeitraum umfasst nicht nur das "Dritte Reich", sondern auch die Weimarer Republik und die ersten Jahrzehnte der beiden Nachfolgestaaten, um inhaltliche wie auch personelle Kontinuitäten und Brüche in der Museumspolitik der verschiedenen Staatsformen aufzuzeigen. Um die Entwicklungslinien herauszuarbeiten, aber auch um Fragen nach Verhaltensweisen und Handlungsspielräumen der Ministerialen und Museumsbeamten zu beantworten, wird die institutionelle Einbindung der Museen in die Kulturbürokratie untersucht. An ihrem Handeln wird deutlich, wie sich Museen gegenüber den kulturpolitischen Ansprüchen der Politik positionierten. Gefragt wird anhand von Biographie und Werk exemplarischer Personen auch nach der inneren Entwicklung ausgewählter Museumsdisziplinen, wofür auch Debatten der Museumswissenschaften sowie Deutungsnarrative über Kunst und Kultur ausgewertet werden.