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Promotionsvorhaben


Thomas Weißbach

Die DDR und die West-Ost-Migration in der Ära Honecker. Politische Folgen und lebensgeschichtliche Erfahrungen

Während die Migration aus der DDR in die Bundesrepublik breite Aufmerksamkeit in Öffentlichkeit und Politik fand und während einer ihrer Hochphasen schließlich zum Sturz des SED-Regimes beitrug, ist die Auswanderung in die entgegengesetzte Richtung kaum bekannt. Dabei fiel sie schon in der Zeit bis zum Mauerbau durchaus ins Gewicht und endete auch danach nicht. Form und Intensität der Migration von West nach Ost wurden im Laufe der Zeit zunehmend stärker von den Sicherheits- und Kontrollbedürfnissen der staatlichen Behörden der DDR bestimmt; auch die Wandlungen im Ost-West-Verhältnis wirkten sich unmittelbar darauf aus. Ziel der Dissertation ist es, die Entwicklung während der Ära Honecker nachzuzeichnen und im Kontext des Kalten Krieges, aber auch vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Veränderungen, die die deutsche Einheit bewirkte, zu analysieren. Als Quellengrundlage dienen Akten unterschiedlicher Provenienz; eine wichtige Rolle spielen die Erinnerungsberichte von Betroffenen.