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Promotionsvorhaben


Jan Jeskow

Zwangsarbeiterregime in der Ostukraine 1941-1943. Strukturen und Erfahrungen

"Deportation zur Sklavenarbeit" lautete ein zentraler Anklagepunkt in den Nürnberger Prozessen, unter dem der erzwungene Einsatz von ausländischen Arbeitskräften in der deutschen Kriegswirtschaft verhandelt wurde. Bis heute ist diese Thematik von großer Brisanz. Die Zahl der in den besetzten Ostgebieten lokal und regional zur Arbeit Gezwungenen übertraf die Gesamtzahl der nach Deutschland Deportierten um ein Vielfaches. Eine Untersuchung dieser Ausbeutungsverhältnisse auf dem Gebiet der Ostukraine 1941-1944 steht im Mittelpunkt des Dissertationsprojekts. Die Zwangsarbeit in der Ostukraine und ihre Auswirkungen werden sowohl aus der Sicht der Arbeitseinsatzpolitik der deutschen Institutionen und ihrer Mitarbeiter vor Ort als auch aus Sicht der Zwangsarbeiter mit ihren individuellen Schicksalen und kollektiven Erfahrungen untersucht. In der Arbeit werden institutions- und kulturhistorische Ansätze miteinander verbunden.