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Die Geschichte der International Oral History Association (IOHA)
1976-1996

Projektleiter
Prof. Dr. em. Lutz Niethammer

Förderung
VolkswagenStiftung

Kurzbeschreibung
Ein gemeinsames Forschungsprojekt verbindet die Forschergruppe "Erinnerung - Macht - Geschichte" über die Einzelprojekte hinaus. Untersucht werden darin die unorganisierten, "wilden" Anfänge der International Oral History Association (IOHA) vom ersten internationalen Treffen 1976 in Bologna bis zur Verabschiedung einer Satzung und der Wahl einer Präsidentin in Göteborg 1996.
In den beiden dazwischen liegenden Jahrzehnten fand sich auf einer eher informellen Basis ein europäisch-transatlantisches Netzwerk von damals jungen Forschern und Forscherinnen zusammen, die die Geschichtsschreibung demokratisieren und der Arbeit mit mündlichen Quellen einen geachteten Platz darin verschaffen wollten. Von diesem Netzwerk gingen wichtige Impulse aus, die bis heute nachwirken. Die Gründerväter und -mütter der IOHA, die in dieser Hinsicht ein frühes Beispiel für interdisziplinäre Zusammenarbeit darstellt, stammten und stammen keineswegs nur aus der Geschichtswissenschaft, sondern auch aus anderen Fächern, wie der Soziologie, der Anthropologie, der Philosophie, der Psychologie und Literaturwissenschaft. Sie kamen aus Großbritannien, Italien, der Bundesrepublik, Österreich, Frankreich, Spanien, Schweden, aus den Niederlanden, den USA und Südamerika. Seit 1990 wurde auch die Zusammenarbeit mit Kollegen und Kolleginnen aus Osteuropa und der Sowjetunion möglich.
Die Beschäftigung mit den "Gründervätern und -müttern" der International Oral History Association bietet der EMG-Forschungsgruppe die Möglichkeit der Auseinandersetzung mit der Generation ihrer Lehrer und Lehrerinnen. Sie beinhaltet auch eine kritische Reflexion über das eigene Fach und versucht, einen Beitrag zu einer kritischen Historisierung der Oral History zu leisten.
Die Gruppe hat die schriftlichen Überlieferungen der IOHA zusammengetragen: Unterlagen über internationale Treffen, Konferenzbeiträge, Artikel und Briefe. Aber natürlich geben diese Dokumente nur einen Teil der damaligen Realität wieder. Die wichtigsten Quellen für die Untersuchung der Internationalen Oral History Association sind die lebensgeschichtlichen Interviews mit den "Oral Historians", welche die Gruppe zwischen Herbst 2006 und Herbst 2008 in neun Ländern geführt hat.
Ergebnis dieser Arbeit wird die Publikation eines Sammelbandes im Jahr 2009 sein.


Liste aller IOHA-Konferenzen >


Bearbeiter

Dr. Agnès Arp
Die Internationalität der IOHA

Julie Boekhoff M.A.
Göteborg 1996 - Ende und Neubeginn?

Anja Borkam M.A.
Lektorat

Manja Finnberg M.A.
Die biographischen Hintergründe der IOHA-Akteure

Christian König M.A.
Überlegungen zu Definition und Zusammenhalt der IOHA

Dr. Annette Leo
Koordinatorin
Einleitung

Dr. Franka Maubach
Sprache in der IOHA

Dott.ssa Silvia Musso
Interdisziplinarität der IOHA

Philipp Neumann M.A.
Konferenzstatistiken und Auswertung

Dott. Mauro Pirini
Die Anfänge der IOHA in Bologna und Colchester