Startseite

Prof. Dr. em. Lutz Niethammer


Curriculum vitae

Geboren 1939 in Stuttgart.

1961-1968 Studium der Geschichte und evangelischen Theologie, später Sozialwissenschaften in Heidelberg, Bonn, Köln und München; daneben freier Autor beim Rundfunk (SWF, Radio Bremen, WDR) und für Zeitschriften (Der Monat, Deutsche Rundschau).

1971 Promotion bei Werner Conze in Heidelberg.

1968-1972 wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Neuere Geschichte II (Prof. Dr Hans Mommsen) der Ruhr-Universität Bochum.

1970-1973 Edition für das Institut für Zeitgeschichte in München.

1971-1972 Projektmitarbeit bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik in Bonn.

1972-1976 Koordinierung der Arbeitsgruppe "Antifa­schi­stische Ausschüsse in Deutschland 1945" (1972-76).

1972-1973 Research Fellow am St. Antony's College in Oxford.

1973-1982 Inhaber des Lehrstuhls für Neuere Geschichte an der Universität/Gesamthochschule Essen.

1980-1982 Leiter des Forschungsprojekts "Lebensgeschichte und Sozialkultur im Ruhrgebiet 1930-1960".

1978-1979 Gastprofessur am Maison des sciences de l'homme in Paris.

1982-1993 Inhaber des Lehrstuhls für Neuere Geschichte an der Fernuniversität in Hagen.

1982 Gastdozent an der Open University in York.

1984-1988 Mitwirkung in wissenschaftlichen Beiräten des Deutschen Instituts für Fernstudien in Tübingen.

1986-87 Gastforscher an der Akademie der Wissenschaften der DDR in Berlin (Ost).

1987-88 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin.

1988/89 Lehrauftrag an der Universität Basel.

1989-93 Gründungsbeauftragter bzw. Präsident des Kulturwissenschaftlichen Instituts im Wissenschaftszentum NRW in Essen.

1993-2005 Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

2001-2003 Direktor des Historischen Instituts des Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Seit 2001 Projektleiter im DFG-Sonderforschungsbereich 580 zur Geschichte der ostdeutschen Transformation ("Erfahrungsräume und Erwartungshorizonte im Generationentransfer").

Seit 2002 stellvertretender Vorsitzender des Jenaer Zentrums für empirische Sozial- und Kulturforschung e.V.

1998-1999 Jean Monnet Fellow am Europäischen Universitätsinstitut in Florenz.

1998-2000 Historischer Berater des Chefs des Bundeskanzleramts Bodo Hombach bzw. des Beauftragten des Bundeskanzlers für die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" Otto Graf Lambsdorff, Bonn/Berlin.

2002 Verleihung des Bochumer Historiker-Preises für Wirtschafts- und Sozialgeschichte.

2003 Foreign Honorary Member der American Academy of Arts and Sciences.

Seit 2005 Kultureller Unternehmensberater für die WAZ-Mediengruppe in Essen sowie für Südosteuropa in Wien.

Seit 2005 Professor emeritus an der Friedrich-Schiller-Universität Jena; Leiter der Forschungsprojekte "'Unterstützende Mittel'. Doping im Sportsystem der DDR und die Rolle der pharmazeutischen Industrie" und "Bühne der Dissidenz und Dramaturgie der Repression" sowie der Forschungs­gruppe "Erinnerung – Macht – Ge­schich­te".


Mitherausgeberschaften von Zeitschriften und Reihen

1979-1989 Journal für Geschichte.

Seit 1988 BIOS.

Mitglied der Herausgebergremien von Social History (London), Urban History Yearbook (Leicester), urbi (Paris), International Journal of Oral History (New York) und History & Memory (Tel Aviv).

Seit 1997 Mit-Hg. der Reihe “Jenaer Beiträge zur Geschichte”, bei Peter Lang Frankfurt u.a., bisher 8 Bde.; seit 2002 Mit-Hg. der Reihe “Europäische Diktaturen und ihre Überwindung. Schriften der Stiftung Ettersberg”, bei Boehlau Weimar u.a., bisher 9 Bde., seit 2006 Vorsitzender des Kuratoriums der Mediathek des WAZ-Medien­gruppe, des WDR und des Klartextverlags „Wir in Nordrhein-Westfalen.Unsere Gesammelten Werke“, bisher 20 Bde.


Mitgliedschaft in außeruniversitären Gremien

1975-1995 Hans Böckler Kreis beim Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbunds.

1976-1986 Wissenschaftlicher Beirat des Schülerwettbewerbs Deutsche Geschichte um den Preis des Bundespräsidenten (1976-86) und seiner Bundesjury (dort auch Vertrauensdozent der Studienstiftung des deutschen Volkes).

1983-1993 Wissenschaftlicher Beirat der Gesellschaft der Freunde NRW.

1989-1993 Aufsichtsrat der Bauhütte Zeche Zollverein in Essen.

1990-1993 Historischer Beirat der Internationalen Bauausstellung Emscherpark.

1992-1996 Wissenschaftlicher Beirat des Zentrums für zeitgeschichtliche Studien in Potsdam.

1998-2001 Wissenschaftlicher Beirat des Hanse Wissenschaftskollegs in Delmenhorst (1998-2001 stellvertretender Vorsitzender)

Seit 1998 Wissenschaftlicher Beirat des Instituts für Diaspora- und Genozidstudien an der Ruhr-Universität Bochum.

In den 1980er und 1990er Jahren Beirat mehrerer Schwerpunkt­programme der VolkswagenStiftung und der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

1980-1994 deutscher Vertreter der International Oral History Association; 1990-1992 Vorsitzender.

1989-93 Mitglied des Präsidiums des Wissenschaftszentrums NRW in Düsseldorf.

1991-1997 Mitglied des Goethe-Instituts in München.

Seit 1978 Vertrauensdozent der Hans-Böckler-Stiftung.

Seit 1993 Mitglied des Kuratoriums der Gedenkstätte Buchenwald.

Seit 2002 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Stiftung Ettersberg zur vergleichenden Erforschung europäischer Diktaturen und ihrer Überwindung in Weimar und Vorsitzender der Jury ihres jährlichen Schülerwettbewerbs.

Seit 2003 Foreign Honorary Member der American Academy of Arts and Sciences in Cambridge, MS.

Seit 2004 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" sowie der Bosch-Stiftung für die "Europäische Geschichtswerkstatt".


Publikationen

Monographien und Herausgeberschaften

Fragen an das deutsche Gedächtnis. Aufsätze zur Oral History. (Klartext) Essen 2007.

(Hrsg. mit Almut Leh) Kritische Erfahrungsgeschichte und grenzüberschreitende Zusammenarbeit. The Networks of Oral History. Für Alexander von Plato. Sonderband von BIOS (Zs. für Biographieforschung, Oral History und Lebensverlaufsanalysen). (Barbara Budrich) Opladen/Leverkusen 2007.

(Hrsg.) Droysen-Vorlesungen 2001-2003, mit Beiträgen von Peter Blickle, Manfred Hildermeier, Johannes Fried, Knud Krakau, Shulamit Volkow, Charles S. Maier, Stefan Weinfurter, Jörn Rüsen, Redaktion Stephan Paetrow. Jenaer Universitätsreden, hrsg. von Klaus Manger, Bd. 18. Jena 2005

Ego-Histoire? Und andere Erinnerungsversuche. (Böhlau) Wien 2002.

(Unter Mitarbeit von A. Doßmann) Kollektive Identität. Heimliche Quellen einer unheimlichen Konjunktur. (Rowohlt Enzyklopädie) Reinbek bei Hamburg 2000.

Deutschland danach. Postfaschistische Gesellschaft und nationales Gedächtnis, hg. v. U. Herbert u. D. van Laak i.V. mit U. Borsdorf, F.-J. Brüggemeier, A. v. Plato, D. Wierling u. M. Zimmermann. (Dietz Nachf.) Bonn 1999.

(Mit S. Mironenko, A. v. Plato u.a.) Sowjetische Speziallager in Deutschland. 1945-1950, 3 Bände. (Akademie) Berlin 1998.

(Mit Christian Jansen und Bernd Weisbrod) Von der Aufgabe der Freiheit. Politische Verantwortung und bürgerliche Gesellschaft im 19. und 20. Jahrhundert. Festschrift für Hans Mommsen. (Akademie) Berlin 1995.

(Unter Mitarbeit von H. Stein u. L. Wannenmacher, eingel. u. komm. v. K. Hartewig u. L. Niethammer) Der "gesäuberte" Antifaschismus. Die SED und die roten Kapos von Buchenwald. (Akademie) Berlin 1994.

(Hrsg. und Koautor) Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen - Kulturwissen­schaftliches Institut: Das Gründungsjahr. Bericht. (KWI) Essen 1991; dasselbe, Bericht 1991, KWI Essen 1992.

(Mit Alexander von Plato und Dorothee Wierling) Die volkseigene Erfahrung. Eine Archäologie des Lebens in der Industrieprovinz der DDR. 30 biografische Eröffnungen. (Rowohlt) Berlin 1991.

(Mit Bernd Weisbrod) Hans Mommsen: Der Nationalsozialismus und die deutsche Gesellschaft. Ausgewählte Aufsätze. (Rowohlt Taschenbuch) Reinbek bei Hamburg 1991.

(Koautor) Bürgerliche Gesellschaft in Deutschland. Historische Einblicke, Fragen, Perspektiven. (Fischer Taschenbuch) Frankfurt/Main 1990.

(Unter Mitarbeit von Dirk van Laak) Posthistoire. Ist die Geschichte zu Ende? (Rowohlt Enzyklopädie) Reinbek bei Hamburg 1989.
     Engl. Übersetzung vo Patrick Camiller, (verso) London/New York
     1992, 3. Paperback-Aufl. 1994.
     Koreanische Übersetzung von Dong-Ki Lee, mit einem neuen
     Vorwort. (Park Jongcheol Publishers) Seoul 2001.

(Mit Dorothee Wierling) Geschichte in der Bundesrepublik Deutschland. Ein Studienführer (DAAD) Bonn 1986.

(Mit O.N. Haberl) Marshallplan und Europäische Linke. (EVA) Frankfurt 1986.

Eine neue Begegnung mit der Geschichte. (Einführungskurs, Neuere Geschichte, Kurseinheit 1), (FernUniversität) Hagen 1984.

(Mit Ulrich Borsdorf, Bodo Hombach und Tilman Fichter) "Die Menschen machen ihre Geschichte nicht aus freien Stücken, aber sie machen sie selbst". Einladung zu einer Geschichte des Volkes in NRW. (Dietz Nachf.) Berlin/Bonn 1984.
     3. Aufl. 1985. Neuausgabe

Lebensgeschichte und Sozialkultur im Ruhrgebiet 1930-1960, 3 Bände. (Dietz Nachf.) Berlin/Bonn 1983-85, (Neuausgabe 1989):
     Bd. 1 "Die Jahre weiß man nicht, wo man die heute hinsetzen soll".
     Faschismuserfahrungen im Ruhrgebiet (2. Aufl. 1985).
     Bd. 2 "Hinterher merkt man, daß es richtig war, daß es
     schiefgegangen ist". Nachkriegserfahrungen im Ruhrgebiet.
     Bd. 3 (Mit Alexander von Plato) "Wir kriegen jetzt andere Zeiten". Auf
     der Suche nach der Erfahrung des Volkes in nachfaschistischen
     Ländern.

Unter Mitarbeit von W. Trapp) Lebenserfahrung und kollektives Gedächtnis. Die Praxis der Oral History. (Syndikat) Frankfurt 1980.
     Taschenbuchausgabe (mit einem neuen Vorwort). (Suhrkamp)
     Frankfurt/Main 1985.

Wohnen im Wandel. Beiträge zur Geschichte des Alltags in der bürgerlichen Gesellchaft. (Peter Hammer)Wuppertal 1979.

Umständliche Erläuterung der seelischen Störung eines Communalbaumeisters in Preußens größtem Industriedorf. Die Unfähigkeit zur Stadtentwicklung (mit grafischen Anmerkungen von H. Sturm) (Syndikat) Frankfurt/Main 1979.

(Mit Ulrich Borsdorf) Zwischen Befreiung und Besatzung. Analysen des US-Geheimdienstes über Positionen und Strukturen deutscher Politik 1945. (Peter Hammer) Wuppertal 1977.
     2. Aufl. (Beltz) Weinheim 1995

(Mit Peter Brandt und Ulrich Borsdorf) Arbeiterinitiative 1945. Antifaschistische Ausschüsse und Reorganisation der Arbeiterbewegung in Deutschland. (Peter Hammer) Wuppertal 1976.

Walter L. Dorn - Inspektionsreisen in der US-Zone. (DVA) Stuttgart 1973.

Entnazifizierung in Bayern. Säuberung und Rehabilitierung unter amerikanischer Besatzung. (S. Fischer) Frankfurt 1972.
     2. Aufl. mit neuem Vorwort unter dem Titel: Die Mitläuferfabrik. (Dietz
     Nachf.) Berlin/Bonn 1982.

Angepaßter Faschismus. Politische Praxis der NPD. (S. Fischer) Frankfurt/Main 1969.

Aufsätze (Auswahl)

Von der Zwangsarbeit im Dritten Reich zur Stiftung Erinnerung – Verantwortung – Zukunft“. Eine Vor-Geschichte, in: Michael Jansen/Günter Saathoff (Hrsg.), „Gemeinsame Verantwortung und moralische Pflicht“. Abschlussbericht zu den Auszahlungsprogrammen der Stiftung „Erinnerung – Verantwortung – Zukunft“, Göttingen 2007,
S. 13-84.

Wieder-Gut-Machung in der deutschen Erinnerungs­kultur, in: Alfons Kenkmann/Christoph Spieker/Bernd Walter (Hrsg.), Wiedergutmachung als Auftrag. Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung – Geschichtsort Villa ten Hompel (Münster), Essen 2007, S. 283-296.

Drei Fronten, ein Fehlschlag und das Unbewußte der Aufklärung. Zur Geschichte der Cultural Studies, in: Norbert Frei (Hrsg.): Was heißt und zu welchem Ende studiert man Geschichte des 20. Jahrhunderts? Göttingen 2006, S. 108-115.

Buchenwald: KZ und NKWD-Lager. Der Zeithistoriker im Konflikt mit Zeitzeugen. In dem von Werner Bergmann u.a. hrsg. Schwerpunktheft zu Ehren von Wolfgang Benz „Rollenspiele: Zeithistoriker auf der öffentlichen Bühne“ in: ZfG 54 (2006), H. 12, S. 1039-1053.

Wahrheitskommissionen im Vergleich. Redeversion in: Suche nach Wahrheit. Aufarbeitung von Zwangsarbeit und Unrecht im 20. Jahrhundert, SBR-Schriften 18, Bochum 2006, S. 31-43. Ann. u. erw. Aufsatzversion m.d. Untertitel Haben wir bei der Zwangsarbeiterentschädigung den Wahrheitsauftrag verfehlt?, in: Hans-Chri­stoph Seidel/Klaus Tenfelde (Hrsg.), Zwangsarbeit im Europa des 20. Jahrhunderts. Bewältigung und vergleichende Aspekte, Essen 2007, S. 19-38.

Frontstellung und Unabschließbarkeit der Gedächtnistheorie von Maurice Halbwachs, in: H. Krapoth/D. Laborde (Hrsg.), Erinnerung und Gesellschaft. Mémoire et Société. Hommage ŕ Maurice Halbwachs (1877-1945). Jahrbuch für Soziologiegeschichte, Wiesbaden 2005, S. 105-125.

Der 17. Juni 1953 in vergleichender Perspektive. War der Aufstand eine Revolution?, in: H.-J. Veen (Hrsg.), Die abgeschnittene Revolution. Der 17. Juni 1953 in der deutschen Geschichte (Schriften der Stiftung Ettersberg 2), Köln/Weimar/Wien 2004, S. 189-237.

Sind Generationen identisch?, in: Jürgen Reulecke (Hrsg.), Generationalität und Lebensgeschichte im 20. Jahrhundert (Schriften des Historischen Kollegs, Kolloquien 58), München 2003, S. 1-16.

Gedächtnis und Geschichte. Erinnernde Historie und die Macht des kollektiven Gedächtnisses, in: WerkstattGeschichte 30 (2001), S. 32-37.

Klärung und Aufklärung. Aufgaben und Lücken der Zwangsarbeiterforschung, in: Klaus Tenfelde (Hrsg.), Zwangsarbeiterforschung als gesellschaftlicher Auftrag, Bochum 2001, S. 13-22.

Beschädigte Gerechtigkeit. Entschädigung von Zwangsarbeitern als Paradigma, in: Europäische Rundschau 4/2001, S. 115-125 (auch in P. Zumbansen (Hrsg.), Zwangsarbeit im Dritten Reich: Erinnerung und Verantwortung, Juristische und zeithistorische Betrachtungen, Baden-Baden 2002, S. 247-258; eine annotierte engl. Version „From Wrongs to Rights?“ in: Dan Diner (ed.), Restitution and Memory, New York 2005 i.V.)

Methodische Überlegungen zur deutschen Nachkriegsgeschichte. Doppelgeschichte, Nationalgeschichte oder asymmetrisch verflochtene Parallelgeschichte?, in: C. Kleßmann/H. Misselwitz/G. Wichert (Hrsg.), Deutsche Vergangenheiten – eine gemeinsame Herausforderung. Der schwierige Umgang mit der doppelten Nachkriegsgeschichte, Berlin 1999, S. 307-327.

Die SED und „ihre“ Menschen. Versuch über das Ve­r­hältnis zwischen Partei und Bevölkerung als bestimmendem Moment innerer Staatssicherheit, in: S. Suckut/W. Süß (Hrsg.), Staatspartei und Staatssicherheit. Zum Verhältnis von SED und MfS, Berlin 1997, S. 307-340.

Die SED und die roten Kapos von Buchenwald, in: C. Keller (Hrsg.), Die Nacht hat zwölf Stunden, dann kommt schon der Tag. Antifaschismus – Geschichte und Neubewertung, Berlin 1996, S. 333-350.

Diesseits des „Floating Gap“. Das kollektive Gedächtnis und die Konstruktion der Identität im wissenschaftlichen Diskurs, in: K. Platt/M. Dabag (Hrsg.), Generation und Gedächtnis. Erinnerungen und kollektive Identitäten, Opladen 1995, S. 25-50.

Der 17. Juni – vierzig Jahre danach. Podiumsdiskussion mit Arnulf Baring, Jochen Cerny, Monika Kaiser, Armin Mitter, Ilse Spittmann, in: Jürgen Kocka/Martin Sabrow (Hrsg.), Die DDR als Geschichte. Fragen – Hypothesen – Perspektiven, Berlin 1994, S. 40-66.

Konjunkturen und Konkurrenzen kollektiver Identität. Ideo­­logie, Infrastruktur und Gedächtnis in der Zeitgeschichte, in: Prokla 24 (1994), S. 378-399 (erw.: Philosophische Fakultät, Antrittsvorlesungen I, Jena 1997, S. 169-215; M. Werner (Hrsg.), Geschichte und Identität, Weimar 1997, S. 175-203). Portug. „Conjunturas de identidade coletiva“ in: Projeto História 15 (Sao Paulo 1997), p. 119-134, debate p. 135-144, biogr. Interview von Daisy Perelmutter mit dem Autor p. 269-292.

Was wissen wir über die Internierungs- und Arbeitslager in der US-Zone? in: Renate Knigge-Tesche/Peter Reif-Spirek/Bodo Ritscher (Hrsg.), Internierungspraxis in Ost- und Westdeutschland nach 1945, Erfurt 1993, S. 43-57.

Die postmoderne Herausforderung. Geschichte als Gedächtnis im Zeitalter der Wissenschaft, in: W. Küttler/J. Rüsen/ E. Schulin (Hrsg.), Geschichtsdiskurs, Bd. 1 Grundlagen u. Methoden d. Historiographiegeschichte, Frankfurt 1993, S. 31-49.

Erinnerungsgebot und Erfahrungsgeschichte. Institutionalisierungen im kollektiven Gedächtnis, in: Hanno Loewy (Hrsg.), Holocaust. Die Grenzen des Verstehens. Eine Debatte über die Besetzung der Geschichte, Reinbek bei Hamburg 1992, S. 21-34.

Erfahrungen und Strukturen. Prolegomena zu einer Geschichte der Gesellschaft der DDR, in: H. Kaelble/J. Kocka/H. Zwahr (Hrsg.), Sozialgeschichte der DDR, Stuttgart 1994, S. 95-115.

Geht der deutsche Sonderweg weiter? in: A. Grunenberg (Hrsg.), Welche Geschichte wählen wir?, Hamburg 1992, S. 23-54.

Nun muß zusammenwachsen, was lange getrennt war. Zur Lage von historischer Orientierung und Geschichtskultur in Deutschland am Ende seiner 40jährigen Teilung, in: Loccumer Protokolle, 8/1991, S. 21-38.

Juden und Russen im Gedächtnis der Deutschen, in Walter H. Pehle (Hrsg.), Der historische Ort des Nationalsozialismus. Frankfurter Historik-Vorlesungen, Frankfurt 1990, S. 114-134.

Annäherung an den Wandel. Auf der Suche nach der volkseigenen Erfahrung in der Industrieprovinz der DDR, in: BIOS 1 (1988), S. 19-66; auch in Alf Lüdtke (Hrsg.), Alltagsgeschichte, Frankfurt/New York 1989, S. 283-345.

Afterthoughts on Posthistoire, in: History and Memory 1 (1989), H. 1, S. 27-53.

Über Kontroversen in der Geschichtswissenschaft, in: G. Schneider (Hrsg.), Geschichtsbewußtsein und historisch-politisches Lernen (Jahrbuch für Geschichtsdidaktik 1), Pfaffenweiler 1988, S. 205-230.

"Normalisierung" im Westen. Erinnerungsspuren in die 50er Jahre, in: G. Brunn (Hrsg.), Neuland, Essen 1987, S. 175-206; überarbeitet in: Dan Diner (Hrsg.), Ist der Nationalsozialismus Geschichte? Frankfurt/Main 1987, S. 153-184.

Zum Wandel der Kontinuitätsdiskussion, in: Ludolf Herbst (Hrsg.), Westdeutschland 1945-55, München 1986, S. 65-84.

Das kritische Potential der Alltagsgeschichte (Podiumsbeitrag Berliner Historikertag 1984), in: Geschichtsdidaktik 10 (1985), H. 3, S. 245-247.

Anmerkungen zur Alltagsgeschichte, in: Geschichtsdidaktik 5 (1980) S. 231-242.

Zwischen Freiheit und Einheit. Über die Gegenwart deutscher Vergangenheit, in: Geschichtsdidaktik 5 (1980), S. 195-204.

Rekonstruktion und Desintegration. Zum Verständnis der deutschen Arbeiterbewegung zwischen Krieg und Kaltem Krieg, in: Geschichte und Gesellschaft, Sonderband 5, 1979, S. 26-43.

Oral History in USA. Zur Entwicklung und Problematik diachroner Befragungen, in: Archiv für Sozialgeschichte 18 (1978) S. 457-501.

Zeitgeschichte als Notwendigkeit des Unmöglichen? Zu Ernst Noltes ‚Deutschland und der Kalte Krieg’, in: Historische Zeitschrift 221(1975), S. 373-389.

Aktivität und Grenzen der Antifa-Ausschüsse 1945. Das Beispiel Stuttgart, in: VfZG 23 (1975), S. 297-331.

Faschistische Bewegungen der Zwischenkriegszeit in Europa, in: Politische Bildung 5 (1972), H. 1, S. 17-36.

Integration und „Widerstand“. Die NPD und die Umgruppierung der Rechten, in: Gewerkschaftliche Monats­hefte 22 (1971), S. 136-153.

Die amerikanische Besatzungsmacht zwischen Verwaltungstradition und politischen Parteien in Bayern 1945, in: VfZG 15 (1967), S. 153-210.