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Zwischen den Welten. Jüdisches Leben in der DDR

Bearbeiter
Hendrik Niether M.A.

Kurzbeschreibung
Im Mittelpunkt steht die Neubildung jüdischen Lebens nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in der SBZ und der späteren DDR. Wie entstanden unter den gesellschaftlichen und politischen Bedingungen des Sozialismus wieder jüdische Gemeinden? Da religiöse Prägungen für die Herausbildung einer sozialistischen Identität keine Rolle spielen sollten, war die Anknüpfung an einstige Wissenstraditionen jüdischer Provenienz keineswegs selbstverständlich. Dennoch fand eine Reorganisation jüdischen Gemeindelebens statt, die in diesem Promotionsvorhaben untersucht werden soll. Die Frage nach Rekonstruktion und Neubegründung jüdischer Lebenswelten nach dem Holocaust schließt zudem die Etablierung transnationaler jüdischer Beziehungen und das Verhältnis ostdeutscher Juden zu ihrem nichtjüdischen Umfeld ein; nicht zuletzt geht es um den Umgang mit der NS-Vergangenheit vor dem Hintergrund des antifaschistischen Gründungskonsens der DDR. Das Thema wird mit Blick auf eine Auswahl jüdischer Gemeinden untersucht, in deren Zentrum Leipzig steht; der Untersuchungszeitraum reicht über die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten hinaus.