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Saul Friedländer
Den Holocaust beschreiben
Auf dem Weg zu einer integrierten Geschichte

Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts
Vorträge und Kolloquien, Bd. 2
Wallstein Verlag Göttingen
erschienen 2007
176 Seiten
€ 15,00 (D) / € 15,50 (A) / CHF 29,30
ISBN-10: 3-8353-0185-3

Saul Friedländer, der Doyen der internationalen Holocaustforschung, zu wissenschaftlichen Perspektiven und persönlichen Motiven seiner Arbeit.

Mit seinem vielfach preisgekrönten Meisterwerk Das Dritte Reich und die Juden hat sich Saul Friedländer der wohl schwierigsten Aufgabe gestellt: den Holocaust zu beschreiben, ohne die Erfahrungen der Opfer auszublenden. Von dieser Herausforderung handelt auch der vorliegende Band. Im Mittelpunkt stehen Quellen, Methodik und Probleme der Forschung - und die großen Fragen: Welche Bedeutung hatten Hitlers Initiativen und seine Ideologie? Was wußten die Deutschen? Wie reagierten die Opfer?

Eindrucksvoll verdeutlicht Friedländer seine erkenntnistheoretische Position: Jenseits aller notwendigen Professionalität kann es nicht darum gehen, das "anfängliche Gefühl der Fassungslosigkeit völlig zu beseitigen oder einzuhegen", das den Historiker wie jeden befällt, der sich dem Thema nähert.

Ein ausführliches lebensgeschichtliches Gespräch bietet neue Einblicke in die Biographie des Friedenspreisträgers Saul Friedländer, der den Holocaust versteckt in einer Klosterschule in Frankreich überlebte.

Italienische Ausgabe: Aggressore e vittima. Per uns storia integrata dell'Olocausto. (Editori Laterza) Roma 2009.

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Pressestimmen und Rezensionen:

Matthias Arning
Bleibende Fassungslosigkeit
Frankfurter Rundschau, 9.10.2007

Carsten Hueck
Sachlichkeit allein wird den Opfern nicht gerecht
Radiofeuilleton, Deutschlandradio Kultur, 9.10.2007

Im Kampf der Erinnerungen
Wem gehört die Vergangenheit - wer darf sie wie schildern? Saul Friedländer erinnert sich an seinen Disput mit Martin Broszat

Die Welt, 14. Juli 2007