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Henry Rousso
Frankreich und die "dunklen Jahre"
Das Regime von Vichy in Geschichte und Gegenwart

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Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts
Vorträge und Kolloquien, Bd. 8
Wallstein Verlag Göttingen
erschienen Oktober 2010, lieferbar
190 Seiten
€ 15,00 (D) / € 15,50 (A) / CHF 23,50
ISBN: 978-3-8353-0756-8

Frankreichs bekanntester Zeithistoriker über den schwierigen Umgang mit den Jahren unter deutscher Besatzung.

Das Regime von Vichy, entstanden 1940 nach dem deutschen Sieg über Frankreich, galt lange als ein illegitimer Staat, der aus der Geschichte der "Grande Nation" ausgeklammert werden könne. Erst in den siebziger Jahren setzte eine kritische Forschung ein, die den Mythos der kollektiven Résistance in Frage stellte und die vielen Facetten der Kollaboration zu thematisieren begann.
Henry Rousso hat wie kein Zweiter zur Etablierung der Zeitgeschichte in Frankreich beigetragen. In diesem Band reflektiert er das schwierige Verhältnis der Franzosen zu Vichy und blickt zurück auf seinen eigenen Weg als Wissenschaftler im Spannungsfeld von Geschichte, Erinnerung und Rechtsprechung. Zugleich diskutiert er die sich wandelnde Rolle der Geschichtswissenschaft in der Gesellschaft - und warnt davor, die Ergebnisse der Forschung politisch zu instrumentalisieren.


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Pressestimmen
und Rezensionen:

Albrecht Betz
Zwischen Gedenken und Glorifizierung
Andruck, Deutschlandfunk, 11.7.2011

Peter Hölzle
Der Umgang mit "Vichy"
Frankreichs dunkle Zusammenarbeit und die Folgen

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7.2.2011 

Helmut Mayer
Gedenkgebote im Namen der Nation
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2.2.2011

Emotionalisierte Geschichte
Neue Zürcher Zeitung, 4.1.2011