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Annette Weinke
Gewalt, Geschichte, Gerechtigkeit
Transnationale Debatten über deutsche Staatsverbrechen
im 20. Jahrhundert

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Beiträge zur Geschichte des 20. Jahrhunderts, Bd. 19
Wallstein Verlag Göttingen
erschienen April 2016, lieferbar
372 Seiten
€ 34,90 (D) | € 35,90 (A)

ISBN:  978-3-8353-1766-6 (2016)

Eine transnationale Diskursgeschichte des völkerstrafrechtlichen Umgangs mit staatlich organisierter Gewalt im 20. Jahrhundert.

Mit dem Aufkommen des modernen Kriegsvölkerrechts im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts veränderte sich der Blick auf die verschiedenen Erscheinungsformen staatlich organisierter Gewalt. Am Beispiel politischer, rechtlicher und wissenschaftlicher Debatten um deutsche (Massen-)Gewalt, die über ein knappes Jahrhundert und in verschiedenen zeitlichen und räumlichen Zusammenhängen beleuchtet werden, geht Annette Weinke dem sich wandelnden Charakter des humanitären Völkerrechts nach und fragt nach den Verschränkungen von historischer Erfahrung, Historiographie, Recht und (Moral-)Politik. Ihre Untersuchung betritt historisches Neuland, indem sie erstmals die wirklichkeitskonstituierenden Wirkungen des Völkerstrafrechts und der Menschenrechte in eine längere zeitliche Perspektive rückt. Im Fokus stehen dabei deutsche Völkerrechtsverstöße im Ersten Weltkrieg, die nationalsozialistischen Massenverbrechen und der Holocaust sowie das Systemunrecht der DDR.

Rezensionen:
FAZ, 18. Juli 2016 >
H-Soz-Kult, 29. Juli 2016 >
Deutschlandfunk, Andruck, 22. August 2016 >
FAZ, 2. September 2016