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Promotionsvorhaben


Marc Bartuschka

Düsenjägerproduktion und Zwangsarbeitseinsatz im Rüstungswerk "Reichsmarschall Hermann Göring" (REIMAHG), Kahla

Die Betriebsgruppe REIMAHG entstand 1944 im Rahmen der NS-Industriestiftung "Wilhelm Gustloff" unter dem Vorsitz des thüringischen Gauleiters Fritz Sauckel. Beteiligt waren neben regionalen Stellen die Luftwaffe, das Reichsministerium für Rüstung und Munition unter Albert Speer sowie die SS. Aufgabe der REIMAHG war die Beschleunigung der Massenproduktion der sogenannten Wunderwaffen, vor allem des Düsenjägers Me 262. Dabei sollten unterirdische Standorte Schutz vor Luftangriffen bieten. Wie für andere Rüstungsprojekte wurden bei der REIMAHG zahlreiche Zwangsarbeiter, anders als in Mittelbau-Dora jedoch kaum Häftlinge eingesetzt. An dem Bau des Hauptwerkes in Kahla waren etwa 15.000 Zwangsarbeiter beteiligt, die unter zumeist unmenschlichen Bedingungen leben und arbeiten mussten. Viele von ihnen starben. Bis heute gibt es über das Geschehen keine quellengestützte wissenschaftliche Arbeit.